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Sollte man in Brasilien investieren? (Teil 1)

März 03, 2017

Eine Frage, die sich mit „Kommt drauf an“ zu beantworten ist, wie so viele, wenn es um das Thema Brasilien geht.

Wer den schnellen Erfolg sucht, sollte sich sicherlich nach anderen Wachstumsmärkten umschauen, wenn es diese im eigentlichen Sinne überhaupt noch gibt. Wer es aber richtig anpackt, bereit ist zu Investieren und damit die richtigen Strukturen schafft und eine gehörige Portion an Geduld aufbringt, kann auf ein stabiles und nachhaltiges Wachstum und entsprechende Rendite hoffen.

Brasilien hat alles, nur oft anders ...

Aber sicherlich gibt es auch Produkte oder Dienstleistungen, mit denen man schneller seine Erwartungen erreicht, als ursprünglich prognostiziert. Denn gute Produkte und exzellenter Service lassen sich auf der ganzen Welt gut verkaufen.
Wer mit dem Gedanken nach Brasilien geht, dass es dort nur Samba und Sonne gibt, wird sehr schnell eines Besseren belehrt. Brasilien hat alles, nur oft anders und man muss vielleicht ein wenig länger suchen, bis man das Passende findet.

Ease of doing business

Was die größten Herausforderungen darstellt, ist die unendlich aufwändige und umständliche Bürokratie. Nicht umsonst ist Brasilien auf Position 123 im „Ease of doing business“-Ranking. Dabei ist hervorzuheben die Position 175 in der Kategorie „Starting a business“. Es kommen Hürden auf einen zu, die sorgfältig zu bewältigen sind, und die man ohne erfahrene Berater nicht selbständig meistern kann. Hat man die ersten Hürden geschafft, kommen weitere auf einen zu (z. B. die Kontoeröffnung), die man in Europa als Lappalien betrachtet, hier in Brasilien aber durchaus einige Geduld benötigen.

Hier werden Lehrgänge besucht ...

Doch vergessen wir nicht das Tagesgeschäft, Arbeiten, die man durchaus während der (oft langen) Phase der Geschäftseröffnung schon erledigen muss, u. a. die Auswahl der Mitarbeiter. Sehr schwierig, wenn man „deutsche“ Maßstäbe ansetzen möchte. Ausbildung über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren sucht man in Brasilien vergebens. Hier werden Lehrgänge besucht und man setzt auf Berufserfahrung. Interne Schulung mit Programmen zur Mitarbeiterbindung ist ein probates Mittel.

Direkt geht gar nicht!

Ein weiteres sehr interessantes Thema sind die brasilianischen Mentalitäten bezüglich des unternehmerischen und zwischenmenschlichen Umgangs. Hier ist sehr viel Zeit und Geduld angebracht, denn direkt geht gar nicht. Direkte Kritik an Mitarbeitern ist ein „no go“! Hier heißt die Devise: „An die Hand nehmen“, aber dies wird dann auch oft mit großer Loyalität zurück gegeben.

Unternehmerisch sieht es so aus, dass bei Meetings oft von Zeit zu Zeit vom eigentlichen Thema abgelenkt wird. Private Dinge werden sehr gern erzählt, was der brasilianische Geschäftspartner auch von seinem Gegenüber durchaus erwartet. Doch sollte man nicht denken, dass der brasilianische Geschäftspartner nicht genau weiß, was er möchte und erwartet. In Brasilien werden ca. 74% der Geschäfte aufgrund zwischenmenschlicher guter Beziehungen geschlossen, selbst wenn er für das gleiche Produkt woanders weniger bezahlen würde. Selbstverständlich alles nur in einem gewissen Rahmen und eines ist auch sicher; Sie werden persönlich in die Pflicht genommen, sollte der Kunde mit dem Produkt oder der Dienstleistung nicht zufrieden sein.

Fortsetzung folgt ......

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